Reclaim! Postmigrantische Diskurse der Aneignung

Interdisziplinäre Online-Tagung
Universität Hamburg, Warburg-Haus

 

Hamburg, 17.-18. September 2020

Im Zentrum der interdisziplinären Tagung »Reclaim! Postmigrantische Diskurse der Aneignung« stehen gegenwärtige kritische Stimmen, die sich für Diversität sowie gegen Diskriminierung aufgrund von Gender, Race, Herkunft, Religion, Queerness, Aussehen, Disability oder auch Klasse aussprechen und die als Reaktionen auf sowie Aktionen gegen eine gesellschaftliche Normierung und den zunehmenden Rechtspopulismus und -ruck in Deutschland und ganz Europa zu verstehen sind.

›Reclaiming‹ als feministische wie politische Aktivismen, als Diskurse der Aneignung bzw. Wiederaneignung, die zumeist von marginalisierten Personen oder Bevölkerungsgruppen initiiert werden und deren Forderungen verschiedenste Aspekte gesellschaftlicher Partizipation betreffen, stehen im Fokus: Dazu zählen Forderungen nach Wohn- und Schutzräumen, nach einer Repräsentation von Körpern, die nicht einem ›eurozentrischen Ideal‹ entsprechen, genauso wie solche nach einem Aufbrechen von Gendernormen und -restriktionen, nach der Repräsentation und Gleichstellung von Frauen und queeren Personen oder auch nach Religionsfreiheit ohne diskriminierende Stigmatisierung.

Die verbindenden Elemente dieser Forderungen und Diskurse finden sich in unserer gesellschaftlichen Realität des Postmigrantischen und der damit einhergehenden Intersektionalität. Der Begriff des ›Postmigrantischen‹ wird gemäß der Theaterschaffenden Shermin Langhoff »in unserem globalisierten, vor allem urbanen Leben für den gesamten gemeinsamen Raum der Diversität jenseits von Herkunft« [1] verstanden. Gemäß diesem weit gefassten, inkludierenden Ansatz sollen im Rahmen der Tagung möglichst viele verschiedene Perspektiven auf die o.g. Themen gewonnen werden. »Reclaim!« wird deshalb interdisziplinär gestaltet und bringt Forschende der Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie der Stadtforschung zusammen, die sich kritisch mit gegenwärtigen gesellschaftlichen wie politischen Entwicklungen auseinandersetzen und die ein Zeichen für die notwendige Sichtbarkeit und Stärkung jener setzen möchten, die durch eine gesellschaftliche Normierung, die patriarchalen wie ›weißen‹ Strukturen folgt, ausgegrenzt und unterdrückt werden.

[1] Bundeszentrale für politische Bildung: »Die Herkunft spielt keine Rolle – ›Postmigrantisches‹ Theater im Ballhaus Naunynstraße. Interview mit Shermin Langhoff«, in: Bundeszentrale für politische Bildung – Dossier für kulturelle Bildung vom 10.03.2011, online abrufbar unter: https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/kulturelle-bildung/60135/interview-mit-shermin-langhoff, zuletzt eingesehen am 10.07.2020.

Podcast zur Tagung
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Hinweise zum Ablauf

Aufgrund der Corona-bedingten Sicherheitsvorkehrungen wird die Tagung in einer Art ›Hybridform‹ zugleich analog wie digital stattfinden: Während die (meisten) Referent*innen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln im Warburg-Haus zusammenkommen, wird das Publikum digital via Zoom zugeschaltet.

Link zur Veranstaltung: https://uni-hamburg.zoom.us/s/91446752972
Meeting-ID: 914 4675 2972

Organisation

Dr. Jara Schmidt
jara.schmidt[at]uni-hamburg.de
&
Dr. Jule Thiemann
jule.thiemann[at]uni-hamburg.de

Förderung

Frauenförderfonds der Universität Hamburg,
Gleichstellungsfonds der Universität Hamburg,
Gleichstellungsförderfonds des Fachbereichs Sprache, Literatur, Medien der UHH &
Queer Referat der Universität Hamburg

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